Fachgespräch der CDU-Fraktion zum Innovationszentrum

Fachgespräch der CDU-Fraktion zum Innovationszentrum

„Hamm wird Ort des digitalen Wandels“

Hamm.        „Mit dem Innovationszentrum schreiben wir die Erfolgsgeschichte fort, die mit der Ansiedlung der beiden Hochschulen begonnen hat“, lautete das einhellige Fazit des Fachgesprächs der CDU-Ratsfraktion im vollbesetzten Restaurant Denkma(h)l zu dem Themenkreis „Das neue Innovationszentrum: Ausblick, Chancen und Aufgaben“.
 
„Wir sind erfreut, dass die Gründung des Innovationszentrums als zentrale Forderung der CDU aus unserem Arbeitsprogramm 2014-2020 kurz vor der Verwirklichung steht“, erklärte Fraktionsvorsitzender Dr. Richard Salomon bei der Begrüßung der gut 60 Teilnehmer, darunter Handwerkskammerpräsident Berthold Schröder sowie die heimischen Abgeordneten Sylvia Jörrißen MdB und Oskar Burkert MdL. „Damit werden wir“, so CDU-Kreisvorsitzender Arnd Hilwig, „Hamm als Ort des digitalen Wandels in der Region positionieren.“ Die Entwicklung von neuen Ideen und Innovationen werde durch Wissenstransfer zum Vorteil der heimischen Wirtschaft, schaffe hochqualifizierte Arbeitsplätze und ermögliche zusätzliche Existenzgründungen. „Dabei muss ein engmaschiges Netzwerk zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und insbesondere auch dem Handwerk entstehen“, forderte Hilwig eine verstärkte Zusammenarbeit. So könnten Maßnahmen zur Hebung der Lebens- und Aufenthaltsqualität und die Gründung des Innovationszentrums dazu führen, Absolventen der beiden Hochschulen langfristig an Hamm zu binden.
 
„Das Innovationszentrum wird Motor der Entwicklung“, prophezeite der neue stellvertretende Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Hamm, Prof. Dr. Karl-Georg Steffens, bei der Vorstellung des Konzepts. Im direkten Umfeld der Hochschule Hamm-Lippstadt entstünden ideale Rahmenbedingungen für wissensintensive Ausgründungen, für die Schaffung eines „innovativen Biotops“. Das Potenzial für innovative Unternehmensgründungen steige. „Wir brauchen diese Kultur der Gründung, die Startups“, betonte Steffens. Von Bedeutung sei in diesem Zusammenhang auch der Gründerpreis, den die CDU-Ratsfraktion initiiert hat. Der zukünftige Leiter des Innovationszentrums zeigte sich zuversichtlich, dass die bei der Bezirksregierung beantragte Förderung des Projekts aus Mitteln des Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramms (RWP) in Kürze entschieden werde.
 
Eine wichtige Säule des Innovationszentrums ist das 2014 eröffnete Fraunhofer Anwendungszentrum. Dessen Leiter Prof. Dr. Harald Mathis warb für eine enge Zusammenarbeit mit der heimischen Wirtschaft mit dem Ziel, neue Produkte zu entwickeln und damit zugleich neues Wissen und mehr Effizienz in die Bertriebe zu transportieren. „Wir wollen, dass die Unternehmen nachhaltigen Erfolg am Markt haben. Das geht nur mit einem sehr hohen Qualitätsniveau.“ Mathis und Steffens waren sich einig, dass darüber hinaus von dem Innovationszentrum Impulse für den Tagungsstandort Hamm ausgehen können. „Auch hier ist Qualität gefragt, wenn man sich überregional einen Namen machen will“, sagte Mathis und plädierte für die Entwicklung eigener Veranstaltungsformate, die Leuchtturm-Charakter haben müssten.