Zukunftsprojekt Kanalkante

Zukunftsprojekt Kanalkante

CDU und SPD konkretisieren Planungen

Hamm.      Nach den Vorstellungen von CDU und SPD und Hamm soll die Kanalkante ein außergewöhnliches und harmonisches neues Quartier in Hamm werden. Ergänzend zu den Planungen von GREENBOX Landschaftsarchitekten & trink+kreuder d.n.a Architekten machten die beiden Ratsfraktionen in einem aktuellen Antrag an den Rat der Stadt ihre Vorstellungen zur Entwicklung des Gebietes vor. „Wir brauchen für dieses zentrale Projekt einen politisch besetzten Gestaltungsbeirat. Nur so können wir effektiv und zügig die Planungen und die Umsetzung begleiten. Zu den wichtigen weiteren Aspekten an der Kanalkante gehört auch die Wohnbebauung im westlichen Teil des Projektgebietes. Hier soll 50% der Wohnfläche als öffentlich geförderter Wohnraum entstehen. Neben dem Wassersportzentrum sollen unterschiedlichste weitere Nutzungen wie Hotel, Dienstleistungen, Gastronomie usw. mit in den Blick genommen werden“, sind sich CDU-Fraktionschef Dr. Richard Salomon und SPD-Ratsfraktionsvorsitzender Justus Moor einig.
 
Die zentralen Themen des aktuellen Ratsantrages von CDU und SPD:
  • Gestaltungsbeirat Kanalkante einsetzen
  • Planungen abseits des Wassersportzentrums (Gastronomie, Hotel, Dienstleistungen und Wohnen)
  • Wohnnutzung verstärkt im westlichen Teil mit 50% öffentlich gefördertem Wohnraum
  • Fuß- und Radwegebrücke zwischen Kanalkante und Auenpark im Erlebensraum Lippeaue prüfen
  • Anleger Personenschifffahrt prüfen

 

Der Antrag von CDU und SPD im Wortlaut:
 
Mit dem Entwurf von GREENBOX Landschaftsarchitekten & trink+kreuder d.n.a Architekten gibt es eine hervorragende freiraum- und städtebauliche Planung für die Entwicklung der Kanalkante und der Verbindung mit der Innenstadt. Der Rat der Stadt Hamm hat die Umsetzung dieses Entwurfes am 6. März beschlossen. Damit ist der erste Schritt zur Öffnung der Innenstadt ans Wasser getan. Weitere Punkte, wie die Nutzung und die Gestaltung der geplanten Gebäude, sind noch völlig offen.
 
Für die weitere Entwicklung der Kanalkante beantragen CDU-Fraktion und SPD-Fraktion im Rat der Stadt Hamm:
  • Die Kanalkante soll architektonisch ein außergewöhnliches und harmonisches neues Quartier werden. Für die Gestaltung und die Architektur der Gebäude an der Kanalkante wird daher ein Gestaltungsbeirat eingesetzt. Die Verwaltung wird beauftragt, dem Rat einen Entwurf zur Besetzung eines „Gestaltungsbeirats Kanalkante“ zum Beschluss vorzulegen. Der Beirat soll von den Fraktionen/Gruppen des Rates besetzt werden.
  • Die Planungen für die Kanalkante sehen neben dem neuen Wassersportzentrum unterschiedliche Nutzungen (z.B. Gastronomie, Hotel, Dienstleistungen und Wohnen) vor. Bei der Vermarktung der Flächen ist eine gute und ausgewogene Durchmischung des Kanalquartiers wichtig. Insbesondere eine Büro- und Dienstleistungsnutzung sorgt für eine Belebung der Kanalkante in den Tagesstunden. Neben der Gastronomie soll im Erdgeschoss auch die Möglichkeit einer Ansiedlung von Einzelhandel oder öffentlicher Nutzung ermöglicht werden.
  • Die Wohnnutzung soll aus Gründen der Lärmemission von Außengastronomie, Veranstaltungen und Nutzung des öffentlichen Platzes verstärkt im westlichen Bereich des Kanalquartiers angesiedelt werden. Damit die Kanalkante auch zu einem Wohnort für alle HammerInnen werden kann, werden 50% der Wohnfläche als öffentlich geförderter Wohnraum geschaffen. Die Ansiedlung eines Studierendenwohnheims wird in Absprache mit bisherigen Trägern bzw. interessierten Bauträgern angestrebt.
  • Die Verwaltung wird beauftragt, die Machbarkeit und Realisierungsperspektive einer Fuß- und Radwegebrücke zwischen Kanalkante und dem Auenpark im ErLebensraum Lippeaue zu prüfen. In Absprache mit den zuständigen Behörden und Trägern gilt es dabei auch den Anschluss an den Radschnellweg Ruhr (RS1) sowie zum Werse Rad Weg und zur Römer-Lippe-Route zu ermöglichen.
  • Die Verwaltung wird beauftragt, in Absprache mit der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung zu prüfen, ob und in welcher Form ein Anleger für Personenschifffahrt (z.B. Santa Monika Flotte) in der Nähe der Kanalkante entstehen bzw. ausgebaut werden kann.

 

Foto: © GREENBOX/trint+kreuder d.n.a