Gutes Wohnen in Hamm

Gutes Wohnen in Hamm

Die Fraktionen von CDU und SPD haben zum Thema „Gutes Wohnen in Hamm“ aktuell einen Antrag eingebracht. 
 
Der Antrag im Wortlaut:
 
Gutes Wohnen zu bezahlbaren Mieten. Geförderten Mietwohnungsbau stärken. 
 
Die zunehmende Nachfrage nach Wohnraum und die damit einhergehende Neubautätigkeit stellt einerseits eine große Chance für die Stadtentwicklung in Hamm dar. Andererseits führt die gestiegene Nachfrage nach Wohnraum zu Preissteigerungen sowohl beim Bauland, bei den Erstellungskosten wie auch bei den Mieten.
 
Die Stadt Hamm will auf der Basis des Beschlusses Nr. 1319/17 zur Wohnbaulandinitiative Hamm vermehrt Wohnbauland entwickeln. Ein weiteres Instrument zur aktiven Beeinflussung des Wohnungsmarktes stellt das mehrjährige Wohnraumförderprogramm des Landes NRW (WoFP 2018 bis 2022) dar. Die Mittel des Landes NRW sollen nun nicht mehr auf 800 Mio. €/Jahrabgesenkt sondern auf dem Niveau von 1,1 Milliarden€/Jahr bis 2022 jährlich verstetigt werden.
 
Die geförderten Wohnungen mit einer Bewilligungsmiete in Höhe von 5,55 €/m² kommen breiten Schichten der Bevölkerung in Hamm zugute. Ferner wirkt der öffentlich geförderte Wohnungsbau auch mittelbar preisdämpfend auf den gesamten Wohnungsmarkt.
 
Es gelingt der Stadt Hamm regelmäßig, Landesmittel deutlich über der „Regelzuweisung“ des Landes für bauwillige Investoren bereitzustellen - dies aber nur, solange die Mittelnachfrage in den anderen Städten und Regionen des Landes wie bisher hinter ihrem rechnerischen Anteil zurückbleibt. Unter dieser Voraussetzung erreichte 2016 und 2017 der geförderte Mietwohnungsbau jeweils einen Anteil von ca. 50% aller genehmigten Neubauten. Demgegenüber bleibt auch in Hamm wie in weiten Teilen des Landes die Modernisierung der Wohnungsbestände mit Mitteln der Wohnraumförderung deutlich hinter den Erwartungen zurück. 
 
Durch verbesserte Förderbedingungen – insbesondere den 2015 eingeführten Tilgungsnachlaß – ist das Fördergeschäft in NRW wieder angesprungen, führt zu einer verstärkten Inanspruchnahme und trägt somit ebenfalls zu einer Erhöhung des öffentlich geförderten Mietwohnungsbestandes bei.
 
Um die guten Ergebnisse der zurückliegenden Jahre zu verstetigen beantragen die CDU- und SPD-Fraktion daher: 
  • Stadtweite Quote von 35% im geförderten Mietwohnungsbau.

    Jährlich soll der Anteil öffentlich geförderter Mietwohnungen an den genehmigten Neubauten einen Anteil von mindestens 35 % erreichen. In dieser Quote sind auch die in ihrer Modernisierung öffentlich geförderten Bestandswohnungeneinbezogen, soweit diese nicht bereits öffentlich gebunden waren. 

     

  • Gemischte Wohngebiete. Gleichmäßige Verteilung auf die Quartiere.

    Aktuelle Beispiele in Hamm zeigen, dass Baukonzepte, die nicht den üblichen Standardbauweisen folgen, über ambitionierte individuelle Planungen qualitätsvolle Ergebnisse erbringen und die Quartiere positiv prägen können.Geförderte und frei finanzierte Wohnungen sollen in gemischten Nachbarschaften in einem ausgewogenen Verhältnis geplant und gebaut werden.
     

  • Überprüfung der Wirkung.

    Im Rahmen eines Monitoring soll die Verwaltung im Anschluss an einen dreijährigen Betrachtungsraum (2018-2020) berichten.