Neuer Nahverkehrsplan beschlossen – Mit uns fahren Sie besser! | CDU Fraktion Hamm

Neuer Nahverkehrsplan beschlossen – Mit uns fahren Sie besser!

Neuer Nahverkehrsplan beschlossen – Mit uns fahren Sie besser!

In der Ratssitzung am 10.12.2019 stand unter Tagesordnungspunkt 6 der Beschluss des neuen Nahverkehrsplanes auf der Tagesordnung. Wir haben diesen zusammen mit unserem Antrag beschlossen. Dazu der Redebeitrag des CDU-Fraktionschefs Dr. Richard Salomon im Wortlaut (es gilt das gesprochene Wort):
 
Herr Oberbürgermeister,
meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
mit dem heutigen Beschluss zum neuen Nahverkehrsplan und unserem Ergänzungsantrag kommen wir zum Endpunkt eines langen, beispielhaften Prozesses. 
Der Plan hat ein erfreuliches öffentliches Interesse gefunden. An der Online-Beteiligung haben sich über 500 Bürger beteiligt. Unser Dank gilt den Bürgern für ihre zahlreichen konkreten Vorschläge, ebenso unserer Verwaltung und den Stadtwerken für die konkrete Planung. 
In dem vorgegebenen Kostenrahmen hat die Verwaltung mit der Beschlussvorlage zahlreiche überzeugende Verbesserungen vorgeschlagen. Die Durchmesserlinien verbinden einzelne Stadtbezirke unmittelbar und insbesondere schneller miteinander. Einzelne Buslinien werden bedarfsgerecht intensiviert und die Umsteigemöglichkeiten verbessert. Dadurch erhöht sich übrigens die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtwerke ….. anderslautende Befürchtungen entbehren jeder Grundlage.
 
Mit unserem Antrag wollen wir als Koalition insbesondere folgende wichtige Ergänzungen erreichen, die aus dem Konzernverbund zu finanzieren sind:
 
Zunächst zu den Sofortmaßnahmen:
  1. Die bessere Anbindung der Gewerbegebiete – zum Beispiel Uentrop. Wie es funktionieren kann, sehen wir in Rhynern mit einer sehr guten Frequenz.
  2. Die Einrichtung der Ringbuslinie. Ja, richtig: Wir hatten diese – wie auch die Verkehrsgutachter - in der Vergangenheit nicht präferiert. 
    Aber: Die Vorzeichen wie die Bekämpfung des Klimawandels, ÖPNV-Initiativen usw. haben sich verändert. Ob sich das Nutzerverhalten verändert hat, werden wir sehen. Wir probieren diese Ringlinie jetzt mit einem Zwei-Stunden-Takt aus und werden dann die Nachfrage, die möglicherweise größer ist als bei dem bisherigen Versuch, prüfen.
  3. Die Verdichtung der Linie 6 und die Ausweitung des Nachtbusangebotes beruhen auf entsprechender Nachfrage, die in der Beschlussvorlage nicht hinreichend berücksichtigt wird.
Jetzt zu den Begleitmaßnahmen:
  1. die elektronischen Infotafeln, nutzerfreundliche App und Einbindung in google-maps: Wenn wir unseren Busverkehr qualitativ verbessern und intensivieren wollen, müssen wir dies auch kommunizieren, zum Vorteil der Nutzer. 
  2. Sicherheit und Sauberkeit an den Bushaltestellen: Sie gehören auch zu einem guten und modernen ÖPNV-Angebot. Die Bushaltestellen müssen sauber und gut beleuchtet sein.

Die Menschen müssen hier sicher sein und sich auch sicher fühlen.

 
Und schließlich die von uns beantragte Fortschreibung: 
  1. die Taktverdichtung auf den Linien 1 und 3 sowie 4 und 9: 
    Diese Linien sollen tagsüber in einen 10- bzw. 20-Minuten-Takt gebracht werden. Damit wollen wir ein verlässliches und gut getaktetes Angebot zur Anbindung unserer Stadtbezirke auf den Weg bringen und die heute schon sehr starke Nachfrage berücksichtigen.
  2. Freie Fahrt für alle Kinder und Jugendlichen unter 18: 
    Mit dieser Forderung haben wir uns durchgesetzt. Mit der freien Fahrt werden erheblich mehr Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben, sicher mit dem Bus zur Schule wie auch zu ihren Freizeitaktivitäten oder auch zu Lerngemeinschaften zu fahren – ein deutlicher Gewinn für Kinder und Jugendliche. Auch für die Eltern ist es eine gute Sache. Wurden die Kinder- und Jugendlichen bislang vielfach von deren Eltern gebracht, können sie sich zukünftig selbstständig bewegen. Damit vermeiden wir viele Eltern-Taxi-Bringdienste, entschärfen mit damit häufig verbundene problematische Verkehrssituationen an den Schulen und schließlich tun wir auch etwas fürs Klima. 
Die Stadt Hamm geht damit beispielhaft neue Wege. Wir setzen Klima-, Natur- und Umweltschutz in unserem kommunalen Verantwortungsbereich ganz konkret um.
 
 
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
der neue Nahverkehrsplan ist eine nachhaltige Verbesserung – mit einem optimierten Ergebnis, dank der vielen Diskussionen auf den verschiedensten Ebenen. 
Theoretisch können wir uns einen noch besseren ÖPNV vorstellen. In der Praxis müssen wir aber immer die Flächen- und Siedlungsstruktur unserer Heimatstadt berücksichtigen. Wir können uns nicht mit anderen Großstädten vergleichen, die andere, viel günstigere räumliche Voraussetzungen haben. Das wäre eine Illusion, genauso wie der kostenlose Busverkehr für alle.
 
Orientieren wir uns an Hamm. Und hier gilt: Mit unserer Bus-Offensive stärken wir den ÖPNV in unserer Heimatstadt und machen das Angebot eindeutig attraktiver
 
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!